Der ehrliche Guide mit Rechner, realistischen Werten und unter 40 € im Monat (Stand Februar 2026)

Viele Hundebesitzer kennen die Situation. Du stehst in der Küche, der Napf ist gefüllt und dein Hund sitzt davor wie ein Profi im „Ich habe seit Stunden nichts gegessen“-Drama. Große Augen, leichtes Wedeln, ein leises Winseln. Ich kenne diesen Blick gut. Und dann kommt die Frage: Wie viel Futter braucht mein Hund wirklich?

Online findest du unzählige Tabellen und Empfehlungen, doch jeder Hund ist anders. Alter, Aktivität, Rasse, Kastration, Gesundheit und sogar die Persönlichkeit spielen eine Rolle. Deshalb gibt es keine magische Grammzahl, die für alle passt. Wir starten mit einer Orientierung, beobachten ein paar Wochen und passen dann an. So findest du die Futtermenge, die zu deinem Hund passt.

Transparenz-Hinweis: Einige Links sind Affiliate-Links. Wenn du darüber bestellst, unterstützt du uns, ohne dass es dich mehr kostet.

Was den Energiebedarf deines Hundes beeinflusst

Viele Hunde betteln trotz „richtiger“ Menge oder nehmen zu, obwohl du dich an die Packungsangaben hältst. Das liegt daran, dass der Energiebedarf von mehreren Faktoren abhängt:

  • Gewicht und Idealgewicht
  • Rasse und Größe
  • Alter
  • Aktivität
  • Kastration
  • Gesundheitszustand
  • Futterverwertung
  • Leckerlis

Wenn dein Hund nach dem Fressen wirkt, als hätte er tagelang nichts bekommen, ist er entweder ein Meister im Betteln oder die Portion war zu klein.

Wie wir die richtige Futtermenge berechnen

Für gesunde, erwachsene Hunde mit mittlerer Aktivität nutzen wir die Meyer/Zentek‑Formel:

Energiebedarf (MJ/Tag) = 0,52 × (Körpergewicht in kg)^0,75

Ein 25‑kg‑Hund landet damit bei etwa 1390 kcal pro Tag. Das ist unser Startwert. Du wiegst deinen Hund alle ein bis zwei Wochen, wir schauen auf Figur, BCS und Kot. Nach zwei bis vier Wochen wissen wir, ob wir erhöhen oder reduzieren müssen.

Bei Welpen, starkem Übergewicht, Krankheiten oder Trächtigkeit sprechen wir immer mit dem Tierarzt.

Hat mein Hund Idealgewicht? Der Body Condition Score (BCS)

BCS Tabelle, zoo.de

Die Waage sagt nicht alles. Tierärzte nutzen den Body Condition Score (BCS) von 1 bis 9. Ziel ist BCS 4–5: Rippen leicht tastbar, Taille sichtbar, Bauch leicht aufgezogen.

Du kannst das selbst prüfen, indem du deinen Hund von oben und von der Seite anschaust und die Rippen fühlst. Viele Fressnapf-Filialen haben kostenlose Waagen, die wir gerne nutzen.

Tipp: Viele Fressnapf-Filialen haben kostenlose Waagen – nimm deinen Hund mit und kombiniere Gewicht + BCS.

Gutes Futter muss nicht teuer sein

Viele glauben, gutes Futter sei teuer. Stiftung Warentest hat 2025 jedoch gezeigt, dass auch günstige Sorten überzeugen können. Der Testsieger:

  • 4Paws Sunny Hills Premium Softbrocken – ca. 0,70 € pro Tag
    (Affiliate-Link einfügen)

Typische Monatskosten:

  • 10‑kg‑Hund: 20–35 €
  • 20–25‑kg‑Hund: 30–40 €

Unsere günstigen Empfehlungen:

  • Orlando Gourmet High Premium Nuggets (Lidl) – ca. 0,50 € (Affiliate)
  • Pablo Kraft Menü (Netto) – 0,25–0,40 € (Affiliate)
  • Romeo Classic (Aldi) – 0,40–0,60 € (Affiliate)
  • Canina Barfer’s Best Mineralmix – ideal für BARF (Affiliate)

Typische Fehler, die viele machen

  • Leckerlis nicht einrechnen
  • Hund monatelang nicht wiegen
  • Aktivität falsch einschätzen
  • Futter zu schnell wechseln
  • BARF ohne Mineralmix starten

Passiert vielen. Uns auch.

Zum Abschluss

Am Ende zählt, dass du genau hinschaust. Rippen fühlen, Taille sehen, Energie prüfen. Wenn etwas nicht passt, ändern wir die Menge. Im Sommer oft mehr Bewegung, im Winter weniger. Wichtig ist, dass du ruhig bleibst. Dein Hund merkt das sofort.

Futter-Frieden für euch beide.