Kennst du das? Tagsüber Power pur, abends plötzlich Zoomies durch die Wohnung, Bellen am Fenster oder einfach kein Abschalten. Dein Hund dreht durch, du willst nur noch Sofa und Ruhe. Kein Drama, das ist bei vielen normal, besonders bei jungen oder arbeitenden Rassen. Aber mit ein paar simplen Kniffen kriegst du das in den Griff, ohne teure Trainer oder Pillen. Hier die realistischen Tricks aus dem echten Alltag.

Warum viele Hunde abends erst richtig Gas geben

Der Tag war voll: Spaziergang, Spiel, vielleicht Homeoffice mit dir zusammen. Aber mentale Auslastung fehlt oft. Der Hund ist körperlich müde, im Kopf aber noch auf 180. Abends sinkt der Cortisol-Spiegel nicht, stattdessen Adrenalin-Kick durch Langeweile oder Überreizung. Klassiker: Zu viel Action kurz vor dem Bettgehen oder kein fester Rhythmus.

Trick 1: Feste Abendroutine ohne Diskussion

Rituale wirken Wunder, weil sie dem Hund sagen: "Jetzt wird's ruhig". Starte immer zur gleichen Uhrzeit, z. B. 20:30 Uhr. Kurzer letzter Gang (ohne Ball oder Ziehen), dann direkt rein, Napf weg, Licht dimmen. Kein "nochmal schnell spielen", das feuert nur wieder an. Viele schwören auf: Decke ausbreiten, Hund draufschicken mit einem ruhigen Kommando. Belohnung: Ein kleiner Kauknochen oder gefüllter Kong. Kauen senkt den Puls nachweislich.

Trick 2: Mentale Beschäftigung statt Toben

Physisch auspowern bringt abends oft das Gegenteil. Besser: Nasenarbeit oder Kaumaterial. Streue Futter in eine Decke, lass ihn suchen. Oder ein Licki-Mat mit Joghurt (ungesüßt). Das dauert 10-15 Minuten und schaltet den Kopf runter. Spar-Tipp: Normale Futterschüssel? Nimm stattdessen einen alten Handtuch oder eine alte Decke, rein damit das Futter. Kostet nix und wirkt besser als man denkt.

Trick 3: Ruhezone einrichten (und durchziehen)

Der Liegeplatz muss echt Rückzugsort sein. Nicht mitten im Wohnzimmer, nicht neben der Tür. Ecke, windgeschützt, vielleicht mit einer alten Jacke von dir drüber (Geruch beruhigt). Kein Kommen und Gehen drumherum. Und wichtig: Wenn der Hund aufsteht und rummeckert, ignorieren. Kein Schimpfen, kein Streicheln. Das lernt er schnell. Manche nutzen leise Klassik oder weißes Rauschen (App oder YouTube). Funktioniert bei sensiblen Hunden oft besser als Stille.

Trick 4: Weniger Input ab 18 Uhr

Kein Besuch mehr, kein lautes TV, kein neues Spielzeug. Bildschirme dimmen (auch für dich), weil blaues Licht alle aufdreht. Letzte Mahlzeit 2-3 Stunden vor Schlafengehen, damit kein voller Magen rumort. Und der Klassiker: Abendspaziergang ruhig halten, schnüffeln erlauben statt rennen.

Spar-Tipp am Rande: Wenn du merkst, dass dein Hund trotz Routine hyper bleibt, check mal das Futter. Manche Trockenfutter mit zu viel Getreide oder Zusatzstoffen pushen. Im Stiftung Warentest 08/2025 schnitt 4Paws Sunny Hills Premium Softbrocken (Note 1,3, sehr gut) als Testsieger ab, direkt gefolgt von günstigen Discounter-Optionen wie Pablo Kraft Menü von Netto (gut, ca. 0,25 € pro Tagration). Kein Premium-Zwang, solange Alleinfuttermittel draufsteht. Hier z. B. das 4Paws Sunny Hills bei [Zooplus]* oder Pablo bei [Amazon]* – *Affiliate-Link: Bei Kauf verdiene ich eine kleine Provision, transparent wie immer.

Fazit: Keine Raketenwissenschaft, sondern Konstanz und clevere Ablenkung. Die meisten Hunde brauchen 2-3 Wochen, bis die neue Routine sitzt. Danach hast du abends endlich Ruhe und dein Hund auch.

Was macht dein Hund abends am meisten verrückt – Zoomies, Bellen oder einfach nicht Liegenbleiben? Schreib's in die Comments, vielleicht hat jemand genau den Trick parat!