Spaziergang-Ideen für Regentage – ohne Extra-Kram
Regen prasselt aufs Dach und dein Hund schaut dich an, als würdest du ihn gerade zum Schwimmen schicken. Die meisten denken dann: kürzer machen, schnell um den Block und wieder rein. Aber ehrlich? Mit ein paar kleinen Kniffen wird der Gassi auch bei Sauwetter richtig entspannt und sogar abwechslungsreich. Und das komplett ohne neuen Kram zu kaufen.
Warum kürzer oft die schlechteste Idee ist
Kurze Runden stressen viele Hunde mehr als eine richtig nasse, aber sinnvolle Tour. Der Hund rennt hektisch, pinkelt dreimal schnell und kommt aufgekratzt heim. Besser: eine etwas längere Runde, bei der er wirklich schnüffeln, markieren und den Kopf benutzen darf. Regenwetter ist eigentlich super für Nasenarbeit, weil Gerüche intensiver sind und länger halten.
Idee 1: Der klassische "Pfützen-Parcours"
Such dir eine bekannte Runde und mach daraus ein Spiel: jede Pfütze muss mindestens einmal durchlaufen werden. Dein Hund springt rein, du lobst ihn locker, fertig. Die meisten Hunde finden das plötzlich spannend statt nervig. Bonus: danach sind sie oft richtig müde, weil Springen und Planschen mehr Energie kostet als normales Laufen.

Idee 2: Die "Geruchs-Schnitzeljagd"
Nimm ein paar kleine Leckerlis mit (die du eh immer dabei hast) und versteck sie unter Blättern, hinter Baumstämmen oder in flachen Pfützen. Lass deinen Hund suchen. Regen macht die Sache leichter, weil der Geruch sich besser verteilt. 10 bis 15 Minuten reichen meist, danach ist der Kopf leer und der Hund zufrieden. Kein Equipment nötig, nur deine Taschen und ein bisschen Fantasie.
Idee 3: Unter Bäumen oder überdacht bleiben
Viele Parks haben dicke Baumgruppen oder kleine Unterstände (Bushaltestellen, Pavillons, Brücken). Lauf einfach darunter entlang. Der Hund bleibt trockener, du auch, und ihr könnt trotzdem eine längere Strecke machen. Oft entdeckt man da neue Wege, die man bei Sonne übersieht.

Idee 4: Der "Stop-and-Sniff"-Modus
Regel: du bestimmst nicht die Pace, dein Hund darf überall stehen bleiben und schnüffeln, solange er will. Bei Regen ist das Gold wert, weil die Gerüche so stark sind. Du stehst mit Schirm daneben, trinkst Kaffee aus der Thermoskanne und lässt ihn machen. Viele Hunde entspannen sich dadurch richtig und kommen danach oft ohne Drama ins Trockene.
Kleiner Extra-Tipp für Zuhause
Direkt nach dem Spaziergang: altes Handtuch bereit legen (kein teures Mikrofaser-Ding nötig), Pfoten kurz abwischen und den Rest trocknen lassen. Wer mag, stellt eine alte Decke in den Flur. Der Hund legt sich drauf und trocknet von allein. Kein Föhn-Marathon nötig.
Regentage müssen kein Drama sein. Mit diesen kleinen Tricks wird es sogar fast gemütlich. Und dein Hund? Der freut sich wahrscheinlich mehr über die Abwechslung als über Sonnenschein-Runden.
Was machst du bei richtig miesem Wetter mit deinem Hund draußen? Kürzer gehen, drinnen beschäftigen oder doch raus und durch? Schreib mal in die Comments